UTOPIA – schönes neues Mansfeld Südharz

Datum
01.03.2018 – 31.12.2018
Ort
Lutherstadt Eisleben
Zielgruppe
Jugendliche und junge Erwachsene
Telefon
0176- 24884879
Koordination
Kathrin Lau
weitere Beteiligte
Maxi Mercedes Grehl, Steffen Gabel, Verena Bergmann
Förderprogramm/e
Das Projekt wurde gefördert im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" durch das BMFSFJ
Laufzeit
1 Jahr

UTOPIA war das Oberthema für zwei komplett verschiedene Projektwochen an zwei  benachbarten Schulen in Eisleben. Das Besondere an dem Projekt war der Dialog zwischen den beiden Gruppen in Form von Präsentationen und dem anschließenden kreativen Austausch an einem gemeinsamen Workshop-Tag.

Am Anfang stand das Wort UTOPIA. Doch welche Bedeutung steht dahinter? Abgeleitet von dem Begriff „Utopie“ -der Entwurf einer fiktiven Gesellschaftsordnung, die nicht an historische und kulturelle Rahmenbedingungen geknüpft ist- erschafften wir zwei fiktive Welten. An zwei mal fünf Projekttagen hieß es „einfach mal drauflos spinnen“ und die Gedanken schweifen lassen, denn allesin unserer Fantasie und später auf der Bühne schien möglich.

 Was gibt es in unserem Utopia? Wie gestalten wir unsere Freizeit? Wie und wo wollen wir lernen und arbeiten? Wie ist unser Umgang mit- und untereinander?

Aller Anfang ist schwer – der Kopf war voll mit Widersprüchen, Grenzen und Verboten. Mit lustigen Spielen, Musik und Bewegung machten wir uns locker, im Körper und im Geist.
Auf zwei unterschiedlichen Wegen näherten wir uns dem Thema an. Die Bühne, Kostüme und Requisiten erleichterten das Abtauchen und Interagieren in einer fiktiven Welt. Texte, Fotos, Choreographien, Rollenspiele und Improvisation bildeten die Grundlage für eine gemeinsame Inszenierung.

In der Berufsbildenden Schule begannen wir unsere Suche über das kreative Schreiben – einer Form, die das freie Assoziieren mit unserem Gedankengut ermöglicht und Zugänge auf einer besonders enaktiven Ebene schafft.

Erste Gedanken entstanden und wurden schließlich zu Texten, die für uns den Weg in Choreographien und mehrere Spielszenen eröffneten. Jede Gruppe hat ihre Dynamik und erschafft ihre ganz eigene fiktive Welt. Der Austausch zwischen den Gruppen war etwas ganz Besonderes. Viele standen zum ersten Mal auf der Bühne und zeigten dementsprechend großen Respekt voreinander. Schüler*innen der benachbarten „Levana Schule“ kamen neugierig zu der öffentlichen Präsentation in die Berufsschule.“Genau so würde ich auch zum dem Thema ein Stück machen“ (O-Ton eines Teilnehmers). In der kommenden Woche kreierten sie ihr eigenes Utopia. Ausgang war eine Stadtrallye.
Auf Fotos wurden die besonders schönen, aber auch die unschönen Plätze und Gebäude festgehalten. Am Reißbrett mit Kleber und bunter Farbe entstand die Landkarte von ihrer ganz eigenen „Utopia-Welt“. Die Orte wurden spielerisch mit Leben gefüllt, es entstanden Spielszenen und Choreographien. Am letzten Tag kamen die Schüler*innen der Berufsschule vorbei, mindestens genauso neugierig auf ihre Interpretation von „Utopia“
Auch sie waren beeindruckt von den Ergebnissen, nun stand nichts mehr einem gemeinsamen Workshop-Tag und dem Aufbau einer kontinuierlichen Theater-AG im Wege.

15.10. bis 19.10.2018: Projektwoche mit Schüler*innen der Berufsfachschule Assistenz für Ernährung und Versorgung – Schwerpunkt: Hauswirtschaft und Familienpflege

22. 10. bis 26.10.2018: Projektwoche mit Schüler*innen der Levana-Schule Eisleben und jungen Erwachsenen der Lebenshilfe Mansfelder Land.

24.12.2018: Gemeinsamer Workshop-Tag

Unterstützt wurde das Projekt vom Inklusionsnetzwerk Lutherstadt Eisleben der Kinderdirekthilfe e.V.